Inkontinenz - ein schwieriges Thema für betroffene Patientinnen.

Erkrankung

 

Den unkontrollierten Harnabgang bezeichnet man als Harninkontinenz. Sie tritt aus unterschiedlichen Gründen in jedem Lebensalter auf, die Anzahl der Neuerkrankungen steigt jedoch mit zunehmendem Alter und Zahl der Geburten. Ältere Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie ältere Männer.

 

Unterschieden werden die Drang- und die Stress-Inkontinenz (Belastungs-Inkontinenz). Beide Formen können aber auch gemeinsam auftreten. Bei der Drang-Inkontinenz leiden an einer Reizblase, die mit sehr häufigem und besonders heftigem Harndrang einhergeht. Bei der Stress-Inkontinenz führt eine Druckerhöhung im Bauchraum – z.B. Lachen, Husten, Niesen oder das Heben von Lasten- zu unkontrolliertem Harnabgang.

 

Behandlung

 

Bei der Stress-Inkontinenz haben sich folgende Behandlungsformen bewährt:

 

Beckenbodengymnastik

  • Östrogenbehandlung in Form von Salben oder Zäpfchen, die in die Scheide eingeführt, über ein Pflaster auf die Haut aufgebracht oder in Tablettenform eingenommen werden
  • Medikamente zur Erhöhung der Spannkraft des Schließmuskels
  • Tragen von speziellen Einlagen (Pessare)
  • In schweren Fällen hilft eine Operation.

Bei der Drang-Inkontinenz wird wie folgt behandelt:

  1. Entleeren der Harnblase in regelmässigen Abständen (z.B. alle zwei bis drei Stunden), um dem starken Harndrang entgegenzuwirken
  2. Blasentraining
  3. Medikamente, die die Blase entspannen
  4. Behandlung einer Blaseninfektion.
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© Praxis Dr. Maßling
Facharzt für Frauenheilkunde
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