Osteoporose - poröser Knochen

Osteoporose - poröser Knochen

Grundsätzliche Informationen

Osteoporose heißt wörtlich übersetzt “poröser Knochen” (im Volksmund auch Knochenschwund genannt). Nach der Menopause kommt es zu einem gesteigerten Verlust von Knochenmasse. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Sexualhormone – vor allem die Östrogene – am Erhalt der Knochenmasse beteiligt sind. Osteoporose kann auch bei jüngeren Frauen auftreten, die zu wenig Östrogene bilden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Eierstöcke entfernt werden mussten.

Bei der Osteoporose handelt sich um eine Störung des ständig stattfindenden Skelettumbaues. Der Knochen ist ein lebendes Gewebe. Damit der Knochen den mechanischen Belastungen gewachsen ist, wird ständig alte Knochenmasse abgebaut und durch neue ersetzt. Der Umbauprozess des Knochens erfolgt in zwei Schritten und wird durch spezialisierte Zellen bewerkstelligt. Zunächst bauen Osteoklasten alte Zellstrukturen ab, danach bauen Osteoblasten den Knochen wieder auf.

Falls die Osteoporose nicht behandelt wird, verliert die Frau nach 50 Jahren im Schnitt alle 10 Jahre 10% ihrer Knochenmasse. Dieser Knochenschwund kann bis zu 80% betragen.

Bei der Osteoporose wird mehr Knochensubstanz abgebaut als aufgebaut. Die Knochenstabilität wird geschwächt, so dass selbst geringe Belastungen, wie ein leichter Sturz, zu Knochenbrüchen führen können. Beinahe unbemerkt treten Brüche in den Wirbelkörpern auf, die zum bekannten Phänomen des “Witwenbuckels” führen.

Welche Faktoren beeinflussen die Osteoporose?

Sie können selbst eine Menge tun, um der Osteoporose vorzubeugen. Durch eine ausgewogene Ernährung, die reich an Kalzium und Vitamin D ist, stärken Sie die Knochen.

Achten Sie darauf im Minimum drei Mahlzeiten pro Tag einzunehmen, keine Mahlzeiten zu überspringen, genügend Wasser zu trinken (1,5 Liter/Tag), kalziumreiches Wasser auszuwählen, nicht zu viel Salz zu verwenden, nicht zu viele Proteine (Fleisch, Fisch, Eier, etc.) zu konsumieren und im Minimum vier Milchprodukte pro Tag zu sich zu nehmen. Nikotin, übermäßiger Konsum von Alkohol, Kaffee und Tee sollten vermieden werden.

Bewegen Sie sich auch ausreichend an der frischen Luft. Im Freien kann der Körper UV-Licht der Sonne aufnehmen, das die Bildung von Vitamin D anregt. Durch körperliche Aktivität wird der Knochenstoffwechsel angeregt – ohne Belastung baut jeder Knochen ab.

Osteoporose ist eine stille und schleichend verlaufende Krankheit, die zunächst ohne bemerkbare Symptome fortschreitet. Oft wird die Osteoporose erst anlässlich eines Knochenbruchs diagnostiziert. Dann ist es für eine vorbeugende Behandlung bereits zu spät. Viele Veränderungen im Knochen sind irreversibel. Osteoporose führt aber auch zu großen emotionalen und psychischen Belastungen. Die Frauen leiden an den Veränderungen ihres Aussehens. Aus Angst vor Knochenbrüchen wird die körperliche Aktivität eingeschränkt.

Behandlung & Medikamente

Kalzium

Kalzium ist essentiell für den Erhalt von Knochenmasse. Der tägliche Kalziumbedarf kann mit der Nahrung aufgenommen werden. Besonders viel und gut verwertbares Kalzium liefern Milch- und Milchprodukte, vor allem Hartkäse. Der Arzt entscheidet, ob die zusätzliche Einnahme von Kalziumpräparaten sinnvoll ist.

Vitamin D

Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm ins Blut und den Einbau von Kalzium in die Knochen.

Bereits mit einer entsprechenden Ernährung sollte es heute möglich sein, ausreichend Vitamin D zuzuführen. Empfohlen werden z. B. zwei wöchentliche Seefisch-Mahlzeiten.

Mit Hilfe von Sonnenlicht bildet sich Vitamin D auch in der Haut. Nur von April bis Oktober enthält das Sonnenlicht die für die Vitamin D-Bildung ausreichende UVB-Strahlung. In den Wintermonaten leidet ein Großteil der Bevölkerung unter Vitamin-D-Mangel. Auch ältere Menschen, die nicht genug an die frische Luft gehen, können schnell ein Vitamin D Defizit entwickeln.

Dann kann die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten sinnvoll sein. Dennoch sollten Sie sich Vitamin D nicht selbst “verordnen”, da Überdosierungen den Kalziumhaushalt erheblich stören können. Die genaue Dosierung muss der Arzt festlegen.

Bisphosphonate

Bisphosphonate hemmen die Aktivität der knochenabbauenden Osteoklasten und bremsen so den gesteigerten Knochenabbau. Die Aktivität der knochenaufbauenden Osteoblasten wird dabei nicht beeinflusst. Auf diese Weise führt die Behandlung mit Bisphosphonaten zu einer Zunahme der Knochenmasse und einer Senkung der Häufigkeit von Knochenbrüchen.

Selektive Östrogen Rezeptor Modulatoren

Die sogenannten SERMs (Selektive Estrogen Receptor Modulators) zeigen an einigen Geweben eine Wirkung wie natürliches Östrogen, an anderen jedoch einen gegenteiligen, antiöstrogenen Effekt. SERMS beeinflussen den Knochenstoffwechsel günstig (Östrogene Effekt), während sie gleichzeitig die Gebärmutterschleimhaut vor übermäßigem Wachstum schützen (antiöstrogener Effekt). SERMs werden nur gegen Osteoporose eingesetzt. Sie sind nicht für die Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden geeignet, sondern erzeugen zum Teil sogar selbst Hitzewallungen als Nebenwirkung.

Calcitonin

Calcitonin ist ein Eiweisshormon, das beim Menschen an der Regulation des Kalziumhaushaltes beteiligt ist. Es hemmt die Aktivität der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) und wirkt so einem Knochenmasseverlust entgegen. Calcitonin wird vor allem zur Behandlung der bereits ausgebildeten Osteoporose eingesetzt. Da Calcitonin schmerzlindernd wirkt, wird es auch bei frischen Brüchen häufig verschrieben. Eine vorbeugende Wirkung konnte bisher nur für den Knochen der Wirbelsäule gezeigt werden. Calcitonin muss gespritzt oder über ein Nasenspray verabreicht werden. Calcitonin sollte in der Regel mit Kalzium und Vitamin-D-Gaben kombiniert werden.

Parathydroid Hormon (PTH)

PTH ist ein relativ neues Medikament zur Erhöhung der Knochendichte. Das Medikament wird injiziert.

Physiotherapie

Physiotherapie ist in jedem Fall eine geeignete Begleitmassnahme bei der Behandlung von Osteoporose. Gezielte Physiotherapie hat nicht nur einen direkten Einfluss auf den Knochenstoffwechsel. Gleichzeitig wird der Halteapparat des Skeletts (Muskeln, Sehnen) gestärkt und somit indirekt Knochenbrüchen vorgebeugt. Wichtig ist, dass ein Übungsprogramm immer mit dem Arzt und Physiotherapeuten gemeinsam ausgearbeitet wird, denn falsche Übungen können mehr schaden als nutzen.

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